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Unter Android die Kontrolle über das Datenvolumen behalten

Was Flatrates im Mobilfunk angeht ist Deutschland noch Entwicklungsland. Denn je nach Tarif ist meistens nach einer niedrigen einstelligen Anzahl von übertragenen Gigabyte Schluss mit dem schnellen Internet. Danach geht es weiter auf der Kriechspur mit einer gedrosselten Datenrate.

Ihr Android Smartphone bietet ihnen schon frei Haus ohne App die Möglichkeit ihr verbrauchtes Datenvolumen zu überwachen. Zusätzlich offeriert es Funktionen, um “gesprächige” Apps dazu zu bewegen weniger Daten zu übertragen. Wo Sie diese Funktionen finden und wie Sie diese benutzen können erfahren Sie im folgenden.

Notiz: Die Beschreibungen und Screenshots basierten ursprünglich auf einem Smartphone mit Android 6 (Marshmallow) Betriebssystem ohne Änderungen an der Bedienoberfläche (Stock Android). Da es mit Android 7 (Nougat) größere Änderungen in den Funktionen zum Überwachen des gesendeten Datenvolumens und der Reduktion von gesendeten Daten gegeben hat, sind die entsprechenden Beschreibungen für Android 6 und Android 7 separiert.

Die Kontrolle über das Datenvolumen (Android 6)

Das Überwachen des verbrauchten Datenvolumens

Ihr Android Smartphone kann das Datenvolumen überwachen, welches Sie verbraucht haben. Hierbei gibt es die Möglichkeit für zwei verschiedene Schwellwerte und entsprechende Reaktionen. Zum einen gibt es einen Schwellwert bei dessen Überschreitung eine Warnung ausgegeben wird. Dies ist nur eine reine Warnung, Sie können danach weiterhin noch Daten senden und empfangen. Zum anderen gibt es einen Schwellwert nach dessen Überschreitung jeglicher Datenverkehr über Mobilfunk gestoppt wird.

Die Überwachung des Datenvolumens für das Ausgeben einer Warnung ist fest aktiviert, Sie können allerdings den Schwellwert ändern. Die Überwachung des zweiten Schwellwertes für das stoppen jeglichen Datenverkehrs über Mobilfunk ist vorab deaktiviert. Im folgenden eine Beschreibung wie Sie die Funktion zum überwachen und stoppen des Datenverkehrs aktivieren können und sowohl die Schwellwerte für die Warnung als auch das Stoppen an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Vorab noch ein Hinweis: Um die Einstellungen vornehmen zu können, müssen Sie eine aktive Datenverbindung zu einem Mobilfunknetzwerk haben, sprich es darf keine aktive Verbindung zu einem WLAN Netzwerk existieren.

Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 6 Marshmallow)
Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 6 “Marshmallow”)

Notiz: Das Android Betriebssystem weist selbst auch darauf hin, doch da es ein wichtiger Hinweis ist, wird er hier auch gegeben. Die genaue Methode, wie ein benutztes Datenvolumen berechnet wird, kann sich zwischen dem Smartphone und dem Mobilfunknetzbetreiber unterscheiden. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden stellen Sie im Smartphone einen etwas niedrigeren Schwellwert als benötigt ein. Sie können nach einiger Zeit das von Ihrem Smartphone angegebene Datenvolumen mit den Angaben Ihres Mobilfunknetzbetreibers vergleichen und die Einstellungen dann entsprechend optimieren.

Tipp: Ihnen ist die Warnung beim Überschreiten eines bestimmten Datenvolumens mehr ein Ärgernis, denn eine Hilfe? Stellen Sie in diesem Fall einfach einen sehr, sehr hohen Schwellwert ein, welchen Sie mit Ihrem individuellen Nutzungsverhalten nicht überschreiten werden, z.B. mehrere hundert Gigabyte.

Das Senden und Empfangen von Daten im Hintergrund

Das harte Stoppen des Datenverkehrs beim Überschreiten eines bestimmten Schwellwertes kann Ihnen helfen Mehrkosten zu vermeiden, wenn Ihr Datentarif nach auf brauchen eines freien Datenvolumens alle weitere Datennutzung in Cent pro MByte abrechnet.

Üblicherweise will man aber gar nicht in die Situation geraten, dass plötzlich und unerwartet die Grenze des freien Datenvolumens erreicht ist. Für etwas mehr Kontrolle und Reduzierung des benutzten Datenvolumens gibt es noch die Möglichkeit, dass Verhalten von Apps im Hintergrund bezüglich Ihres Datenverkehrs zu überwachen und zu beschränken. Sie haben hierbei zwei Möglichkeiten. Sie können pauschal sämtlichen Hintergrunddatenverkehr aller Apps per Einstellung beschränken. Oder Sie können per App schauen wie viel Hintergrunddatenverkehr, welche App sendet und individuell den Hintergrunddatenverkehr beschränken.

Hintergrunddatenverkehr bedeutet dabei, dass die Apps Daten übertragen, obwohl Sie nicht aktiv von Ihnen per Tip auf das Display geholt und verwendet wurden. Ein Beispiel für Hintergrunddatenverkehr sind regelmäßige Abfragen eines E-Mail Clients ob neue E-Mails eingetroffen sind.

Hier nun detailliert die Beschreibung wie Sie den Hintergrunddatenverkehr ganz oder teilweise einschränken können.

Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 6 Marshmallow)
Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 6 “Marshmallow”)

Tipp: Wenn der Hintergrunddatenverkehr beschränkt ist, dann prüfen die meisten Apps nicht mehr automatisch ob z.B. neue E-Mails eingetroffen sind, ein Update vorliegt oder schauen ob in Ihrer Umgebung etwas interessantes passiert ist. Es ist an Ihnen zu entscheiden ob und für welche Apps der Hintergrunddatenverkehr beschränkt werden soll, da dies direkten Einfluss auf die Funktion vieler Apps hat. Ein Ansatz für umsichtige Nutzer ist es, pauschal den Hintergrunddatenverkehr aller Apps zu beschränken und nur für die Apps freizugeben, welche damit für einen Selbst einen Mehrwert erzeugen. Bei einer pauschalen Beschränkung des Hintergrunddatenverkehrs sollten Sie von Zeit zu Zeit Ihr Smartphone mit einem WLAN Netzwerk verbinden, um es z.B. den Android Systemdiensten zu erlauben, auf das Vorhandensein eventueller Updates zu prüfen.

Die Kontrolle über das Datenvolumen (Android 7)

Die Überwachung des verbrauchten Datenvolumens

Ihr Android Smartphone kann das Datenvolumen überwachen, welches Sie verbraucht haben. Hierbei gibt es die Möglichkeit für zwei verschiedene Schwellwerte und entsprechende Reaktionen. Zum einen gibt es einen Schwellwert bei dessen Überschreitung eine Warnung ausgegeben wird. Dies ist nur eine reine Warnung, Sie können danach weiterhin noch Daten senden und empfangen. Zum anderen gibt es einen Schwellwert nach dessen Überschreitung jeglicher Datenverkehr über Mobilfunk gestoppt wird.

Die individuellen Datenvolumen und ob Sie überhaupt Ihr Datenvolumen überwachen wollen können Sie folgendermaßen einstellen.

Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 7 Nougat)
Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 7 “Nougat”)

Notiz: Die genaue Methode, wie ein benutztes Datenvolumen berechnet wird, kann sich zwischen dem Smartphone und dem Mobilfunknetzbetreiber unterscheiden. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden stellen Sie im Smartphone einen etwas niedrigeren Schwellwert als benötigt ein. Sie können nach einiger Zeit das von Ihrem Smartphone angegebene Datenvolumen mit den Angaben Ihres Mobilfunknetzbetreibers vergleichen und die Einstellungen dann entsprechend optimieren.

Das Senden und Empfangen von Daten im Hintergrund

Das harte Stoppen des Datenverkehrs beim Überschreiten eines bestimmten Schwellwertes kann Ihnen helfen Mehrkosten zu vermeiden, wenn Ihr Datentarif nach auf brauchen eines freien Datenvolumens alle weitere Datennutzung in Cent pro MByte abrechnet.

Üblicherweise will man aber gar nicht in die Situation geraten, dass plötzlich und unerwartet die Grenze des freien Datenvolumens erreicht ist. Für etwas mehr Kontrolle und Reduzierung des benutzten Datenvolumens gibt es noch die Möglichkeit, dass Verhalten von Apps im Hintergrund bezüglich Ihres Datenverkehrs zu überwachen und zu beschränken. Sie haben hierbei zwei Möglichkeiten. Sie können pauschal sämtlichen Hintergrunddatenverkehr aller Apps per Einstellung beschränken. Oder Sie können per App schauen wie viel Hintergrunddatenverkehr, welche App sendet und individuell den Hintergrunddatenverkehr beschränken.

Hintergrunddatenverkehr bedeutet dabei, dass die Apps Daten übertragen, obwohl Sie nicht aktiv von Ihnen per Tip auf das Display geholt und verwendet wurden. Ein Beispiel für Hintergrunddatenverkehr sind regelmäßige Abfragen eines E-Mail Clients ob neue E-Mails eingetroffen sind.

Um pauschal für alle Apps den Hintergrunddatenverkehr zu beschränken finden Sie in den Einstellungen zur Datennutzung den Punkt “Datensparmodus”. Wenn Sie diesen Modus aktivieren, dann werden alle Apps angewiesen Ihren Hintergrunddatenverkehr möglichst einzuschränken.

Wenn der Hintergrunddatenverkehr beschränkt ist, dann prüfen Apps nicht mehr ob z.B. neue E-Mails eingetroffen sind oder ob in Ihrer Umgebung gerade etwas interessantes passiert ist. Es ist als Resultat sehr gut möglich das Sie für bestimmte Apps bewusst den Hintergrunddatenverkehr zulassen möchten oder auch umgedreht das Sie nur bei einer besonders geschwätzigen App den Hintergrunddatenverkehr beschränken wollen. Die Einstellungen für das Beschränken oder Zulassen einer individuellen App finden Sie, indem Sie auf eine App tippen, welche Ihnen in der Liste der Apps für die mobile Datennutzung angezeigt wird. Nach dem Tip öffnet sich ein Dialog welcher es Ihnen ermöglicht für eine App den Hintergunddatenverkehr zu beschränken, bzw. trotz Datensparmodus das unbeschränkte Senden von Daten zu erlauben.

Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 7 Nougat)
Bild: Android Überwachung des Mobilfunkdatenvolumens (Android 7 “Nougat”)

Tipp: Ein Ansatz für umsichtige Nutzer ist es, pauschal den Hintergrunddatenverkehr aller Apps zu beschränken und nur für die Apps freizugeben, welche damit für einen Selbst einen Mehrwert erzeugen. Bei einer pauschalen Beschränkung des Hintergrunddatenverkehrs sollten Sie von Zeit zu Zeit Ihr Smartphone mit einem WLAN Netzwerk verbinden, um es z.B. den Android Systemdiensten zu erlauben, auf das Vorhandensein eventueller Updates zu prüfen.

Notiz: Wenn der Hintergrunddatenverkehr einer App per Einstellung beschränkt wurde, dann bedeutet dies nicht zwingend, dass gar kein Hintergrunddatenverkehr mehr gesendet wird. Nach eigenere Beobachtung senden Google eigene Apps trotz Beschränkung ein wenig Daten. Bei anderen Apps konnte ich das nicht feststellen, doch auszuschließen ist das nicht.